Das Vatererbeloch wurde am 26.10.2005 im Zuge einer Geländebegehung in diesem Bereich, von Clemens Tenreiter und Gabriel Wimmer, entdeckt. Bei dieser ersten Vermessungstour konnten in dieser Höhle 111 Meter dokumentiert werden. Eine Woche später wurde dann im hinteren Bereich über eine Stufe aufgestiegen und noch Etliches an Neuland vermessen. Die Höhle wurde mit 204 Meter Länge vorläufig abgeschlossen. Bei dieser Tour waren dann noch Gerhard Wimmer und Harry Zeitlhofer mit von der Partie.
Bei dieser kluftgebundenen Höhle, in der sehr starker Verbruch vorherrscht, handelt es sich schon mehr um eine Höhlenruine. Die Höhle liegt auf gleicher Höhlenlage wie die Langwandhöhle und dürfte möglicherweise einen genetischen, aber verlehmten Zusammenhang mit dieser besitzen. Auch sind die Gangprofile in beiden Höhlen sehr ähnlich.
Lage der Höhle:
Die Höhle liegt am Plateau der Langwand, in einer Höhe von 1576 m. Am besten steigt man von der Rettenbachalm über den markierten Weg bis zur Hinteralm auf. Nun nicht den Markierungen weiter zum Gamskogel, sondern bei der letzten Hütte dem Jagdsteig nach Norden hinauf zum Himmel folgen. Dann auf der Hintersteite des Predigtkogels entlang bis zur Langwandhöhle (1616/67)wandern .Die beiden Eingänge liegen am Grund einer Latschengasse, die sich in einer sehr verwachsenen Latschengengend hinauf vom Himmel in Richtung Langwand erstreckt. Am leichtesten ist sie von der Langwandhöhle (1616/67) über einen Wildwechsel, der nach Norden führt, zu erreichen. Um in die Gasse zu gelangen, muss man über eine kleine Wandstelle abklettern. Dann geht man wenige Meter bergab, bis man auf den Eingang trifft. Die Höhle ist auch vom Himmel aus zu sehen.
Raumbeschreibung:
Der Eingang a bricht über eine kleine, leicht kletterbare Stufe (C-3) in eine niedrige Kammer ab, die auch durch den engeren Eingang b erreicht werden kann. Von hier nimmt auch der 5 Meter breite und 2,5 Meter hohe Hauptgang seinen Ausgang, dessen Boden großes Blockwerk aufweist. Dieser Gang endet jedoch in einen großen Versturz mit heftigen Luftzug. In diesen Bereich abzweigende, ein untragender und ein nach Westen führender Gang, enden jeweils verstürzt. Neben Eingang b, nimmt eine geradlinig verlaufende Kluft ihren Ausgang.Sie verläuft Richtung WNW und erweitert sich nach 25 Metern zu einer kleinen Kammer, mit einer verlehmten Vorsetzung (Grabung?). Dann wird die Kluft etwas schmäler und es muss ein kleiner Schacht überspreizt werden. Wenn man diesen überwunden hat, geht es steil über Blockwerk nach oben, in einen Schlotraum. Die weiterführende Kluft ist hier leider durch Lehm verlegt (Grabung?). Jedoch kann durch Kletterei eine höher gelegene Fortsetzung (P+5, 15m Seil zum abklettern nötig, Anker und Lasche vorhanden, sonst etwa IV) gewonnen werden, mit der man den vorher genannten Versturz im Hauptgang umgehen kann.
Diese kreisrunde Röhre mit gut 80 cm Durchmesser führt in einen durch starken Versturz geprägten Raum. Es kann weiter in Richtung Osten über eine kleine Stufe in einen hohen Kluftraum aufgestiegen werden, welcher wohl ziemlich tagnah liegt und von dem von oben her der Luftzug einfällt. Das ist auch der höchsterlegenste Teil der Höhle. Sie endet hier da es zu eng wird. Möglicherweise könnte durch Grabungen in dieser Höhle weiteres Neuland erschlossen werden. Ein Besuch dieser Höhle lohnt sich aber auf jeden Fall.
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