(Gleich vorab, für den Einstieg in das erforschen von Trockenhöhlen haben wir uns hier gleich eine echt harte Nuss ausgesucht.) Am Mittwoch Abend (21.4.2010) war es endlich soweit, um 18 Uhr trafen wir unseren Höhlenführer Heli Steinmassl beim Quelltopf der Piessling. Außer Gerhard Wimmer, waren mit Kallinger Siegfried, Silber Thomas, Brummer Peter, Bernhard Zauner und Cichi, lauter Höhlenneulinge mit dabei. Zu unserer Führung gesellten sich auch noch Dr. Markus Schafheutlen sowie Gerhard Dehrler mit seiner Frau und Sohn Stefan dazu.
Gleich nach der ersten Kletterpassage direkt über dem Quelltopf, machte uns Heli klar, dass dieses der leichteste Teil war und die Tour kein Honiglecken werden würde da die Höhle mit einigen rutschigen Auf und Abstiegen sowie mehreren Engstellen gespickt ist. So kam es auch, das sich die Gruppe gleich verkleinerte und wir wehmütig die Fotoausrüstung zurück lassen mußten. Los ging es mit einem 20m Aufstieg über steiles Gelände, das wie angekündigt in eine Engstelle führt die es für Neulinge wirklich in sich hat. Hier durchgequetscht, folgte eine Restriktion nach der anderen und bis zum Tiefensee mussten wir mehrere solcher Passagen überwinden. Nach ca. 20min waren wir aber dann am ersten See, der taucherisch einiges zu versprechen scheint. Unser Plan, die Tiefe mit einem an ein Reel befestigtes Bleistück auszuloten, scheiterte leider kläglich, also auf ging`s weiter zum hinteren See, dem sogenannten Endsee, vorbei an wunderschönen Tropfsteinen, Sinterbecken und jeder Menge Fledermäuse. Für uns Neulinge war natürlich jede Sekunde spannend und die faszinierende Höhlenlandschaft, ließ uns das Zeitgefühl völlig verlieren. Nach einer weiteren Stunde Gehzeit führt ein ca. 120m langer schräger, rutschiger aber sehr geräumiger Gang hinunter zum Endsee, ein traumhaftes Bild, von oben den Lichtkegeln der Helmlampen zuzusehen wie sie sich wie eine Lichterkette in die Tiefe ziehen. Auch der Endsee lässt jedes Höhlentaucherherz höher schlagen, das wäre natürlich schon eine tolle Herausforderung. Nach kurzem Aufenthalt beim See, traten wir wieder den nicht weniger anspruchsvollen Rückweg an. Nach insgesamt 3 1/2 Std. in der Höhle erreichten wir den mittlerweile nächtlichen Höhlenausgang. Ein echt spektakuläres Erlebnis das wenn nicht ohnehin schon vorhanden, spätestens jetzt den Forscherdrang in uns geweckt hat. Vielen Dank und großes Lob an Heli Steinmassl für die Fachkundige Höhlenführung.
Siegfried Kallinger
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