Home Forschung Tourenberichte Kurzbericht über das Forschungslager vom 30.07.-5.8.2007 – 30 Jahre schwäbische Höfos am Albert-Appel-Haus

Kurzbericht über das Forschungslager vom 30.07.-5.8.2007 – 30 Jahre schwäbische Höfos am Albert-Appel-Haus

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Das Ergebnis des diesjährigen FoLas ist recht erfreulich: 1.200 neue Höhlenmeter wurden dokumentiert.

In der Altherrenhöhle (1627/3)wurde endlich die Gruft, die Fortsetzung des Südwest-Canyons vermessen. Dort befinden wir uns in einer Rückstauzone, der Boden, die Wände und die Decke sind mit einer ekligen Schwarzen Schicht bedeckt. Der Gang endet an einem Schlammkegel, das Wasser verschwindet in einer unbefahrbar engen Fortsetzung. Wieder hat sich eine Hoffnung auf eine Verbindung zur Holden Höhle (1624/160) zerschlagen. Im oberen Bereich des Südwest-Canyons konnte ein Schacht erklettert werden, die aber bald im Sediment versinkt. Eine Fortsetzung zieht nach oben. Die Altherrenhöhle ist nunmehr 1856m lang. Eine Verbindung der beiden Höhlen könnte bezüglich der Nummernvergabe und Namensgebung höchst interessant werden, bewegen wir uns doch in zwei Katastern (1627: Katasterführung LV OÖ, 1624: Kf VHO). Nördlich des Appelhauses wurden mehrere Höhlen aufgesucht: die Bärennesterhöhle und die Labyrinthhöhle, bemerkenswert sind dort Felsritzungen, die sicher einer näheren Untersuchung wert sind. Die neuentdeckte Herbstzeithöhle wurde dokumentiert und gleich mit der Ikarushöhle (1627/90) verbunden. Unser Hauptforschungsgebiet liegt derzeit im Bereich Redender Stein - Widderkarkogel (Kataster 1624). In der Holden Höhle (1624/160) konnten 690m neue Gänge erforscht werden. Die Neuentdeckungen erfolgten hauptsächlich im letzten Jahr entdeckten Bereich Serengeti und 6-k-what? im mittleren Tiefenbereich, bemerkenswerter Weise konnten aber auch hinter einem 1986 zurückgelassenen Fragezeichen im oberen Bereich noch 190m gefunden werden. Auch hier wurden potentielle Fortsetzungen offen gelassen. Die Gesamtlänge der Holden Höhle beträgt nunmehr 5.820m. Direkt am Osteingang der Durchgangshöhle am Redenden Stein (1624/20) wurde der Pangalaktische Donnergurglerschacht gefunden. Eine bewetterte Fortsetzung lässt auf neue Entdeckungen im Bereich zwischen der Holden Höhle und der Altherrenhöhle hoffen. Die erfreulichste Entwicklung ergab sich im Schönen Loch (1624/21). Der riesige Eingang ist schon von weitem zu sehen und war daher immer wieder Ziel unseres Besuches. Nun endlich ist es geschehen: Der Eissee am Grund der Eingangshalle ist offen! Der Gang zieht in gleicher Dimension weiter, leider endet er bald an einem Riesenversturz. Wegen Tageslichteinfalls spekulieren wir über eine ebenfalls geöffneten Verbindung zum Zwillingsschacht (1624/22). Die Forschungen werden hier nächstes Jahr fortgesetzt. Wer immer noch neugierig ist, kann unter www.der-abseiler.de noch mehr erfahren. Noch eine Anmerkung: Ein Besuch des Appelhauses lohnt sich (wieder)! Bei Gernot und Heidi fühlt man sich einfach sauwohl und zudem ist Speis und Trank ausgezeichnet, und das noch zu echt moderatem Preis. Bild: Ritzungen in der Labyrinthhöhle (Aufn.: Nikolaus Löffelhardt)
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 17. Juni 2009 um 18:34 Uhr  

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