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Loigerloch die zweite

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Forschung hinter dem 2 Siphon im Loigerloch

Nachdem ich bei der Erstbetauchung nicht dabei sein konnte, brannte ich natürlich darauf endlich ins Loigerloch zu gehen um dort weiter zu forschen, also verabredete ich mich mit Gerhard Wimmer für gestern Nachmittag. Um 14:30 kamen wir am Ende der Forststraße  an und schafften sofort die Ausrüstung die letzten 100m über das Lawinenfeld bis zum Eingang der Höhle.

Bei erster Begutachtung viel gleich der niedrige Wasserstand und der deutlich zu spürende kühle Luftzug auf, also nichts wie rein in unsere 7mm Neoprenanzüge und ab in den 5° kalten Quelltopf. Gerhard hatte sich mit 2 x 4 Liter  „british sidemount“ und ich mit Backblade und 2 x  3Liter Alustage konfiguriert, was sich gleich bei der ersten Engstelle als goldrichtig herausstellen sollte. Durch das niedrige Wasser war der zweite Siphon eher eine Apnoe Strecke, nur eine 2m Felsnase war zu unter  tauchen. Ausrüstung ablegen und sichern und  gleich ging’s weiter in einem Bachbett, bis zum ersten Wasserfall.Gerhard platzierte zur Sicherung ein Seil und so konnten wir den dosenden Sturzbach relativ leicht überwinden und die nächsten 10 Höhenmeter zum zweiten Wasserfall aufsteigen. Hier schien es nicht mehr weiter zu gehen, aber wo nichts ist, findet Gerhard was und nach kurzer Zeit war seine Suche erfolgreich und so bahnten wir uns den Weg weiter bis wir nach ca. 10 min vor dem 3 Siphon standen. Gerhard schaute mich an und sofort stand der Entschluss fest, zurück und Tauchausrüstung hochschaffen. Gesagt getan und nach immenser Anstrengung, (beim klettern werden auch kleine Tauchflaschen Bleischwer), durch tauchten wir den relativ großräumigen 3m tiefen und ca. 15m langen 3 Siphon. In einem Bachbett schwammen wir weitere 50m bis das Wasser zu seicht wurde. Ausrüstung ablegen und sichern und weiter ging’s in einer steilen, engen Kluft nach oben vorbei am 3 Wasserfall in das nächste Bachbett. Durch einen für diese Höhle untypischen Linksknick stiegen wir weiter auf bis wir wieder in einem ca. 2m tiefen Bachbett standen wo wir nur mehr schwimmend und Teilweise apnoe tauchend vorankamen. Als wir nach einer knappen Stunde und ca. 100 Höhenmetern den 4 Wasserfall erreichten sagte uns der Blick auf die Uhr, dass es schweren Herzens Zeit war umzukehren. Der Rückweg war nicht weniger anstrengend, aber um ca. 20 Uhr nach 5 Std. Aufenthalt in der Höhle und ca. 500 – 600m Gangstrecke nach dem 3 Siphon erreichten wir den Höhlenausgang.  Es war eine extrem anstrengende und  super erfolgreiche Expedition, der nächste Vorstoß ist schon in Planung.

Kallinger Siegfried

 

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