Loigerloch

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Forschungstauchgang Loigerloch

Kat.Nr.1565/6

Nachdem ich mir die Höhle letztes Jahr am 4.10.2009 gemeinsam mit meiner Freundin Jasmina angesehen hatte, war mir klar, dass man sich das genauer ansehen sollte. Bekannt ist die Höhle schon seit 1929, sie diente damals laut Auskunft eines Holzknechtes als Wasserstelle, im Jänner waren beide Seen damals wasserfrei. Vermessen wurde die Höhle am 17.11.1935 von G. Abel, K. Ausobsky, O. Bergthaller, Th. Rullmann und O. Schauberger. Erhard Fritsch unternahm eine Forschungsfahrt 1979/80, ihm gelang die Befahrung bis zum 2 Siphonsee.

 

Die Höhle befindet sich auf einer Seehöhe von 960m. Die bekannte Ganglänge war 35 m bei einer Niveudifferenz von +11m, -3m und Horizontalerstreckung von 31m. Am 5.6.2010 machte ich mich gemeinsam mit Christian Cichon, Jürgen Bauschmied und Jürgen Hofer auf den Weg zur Höhle. Ein Wochenende zuvor fuhren wir das erste Mal hoch, um nach dem Wasser zu sehen, ob ein Tauchen möglich ist und entschieden uns, es zu versuchen. Nach einer Stunde Materialschleppen hatten wir all unsere Ausrüstung vor dem Eingang liegen und machten uns bereit für den Tauchgang. Von außen sah man schon das klare, 5C° kalte Wasser in der Höhle stehen. Ich und Jürgen H. verwendeten Nasstauchanzüge, die beiden anderen Trocken. Ich verwendete 2 Stk 4 Liter Stahlflaschen die ich seitlich trug. Jürgen H. nahm 2 Stk 11,1 Liter Alustages, die er auch Sidemount nahm. Jürgen B. verwendete eine 11,1 Liter Alustage am Rücken tragend und Christian eine Doppel 7 Liter Stahl. Jeder war also anders konfiguriert ;-)) Ich tauchte als Erster ab und verlegte die Leine. Nach wenigen Metern wird der Gang gleich mit 2x3 m überraschend groß, jedoch nach weiteren 10 m kommt gleich eine super Engstelle und ich wusste, dass ich das richtige Gerät gewählt hatte. Nach 3m tauchte ich in der ersten Halle auf und setzte meinen Weg fort in den 2 Siphonsee. 3 m runter, 3 m rauf und auch der war durchtaucht. Ich war in einer größeren Halle mit 5 m Breite, 8 m Länge und 10m Höhe aufgetaucht. Aus einer 1,2 m breiten Gangfortsetzung hörte man schon deutlich einen starken Wasserfall rauschen. Ich legte die Leine weiter den Gang hinein, 15 m bis zum Wasserfall, erkannte dass ich so nicht mehr weiterkam und entschloss umzukehren, um nach den Jungs zu sehen. Wie schon vermutet, waren sie nicht durch die Engstelle gekommen. Das Tauchgerät von Jürgen B. schafften wir durch die Engstelle in dem ich es vor mir herschob. Mit der D7 gelang mir das jedoch nicht. Ich tauchte mit den Jürgens noch einmal durch und vermaß die neue Strecke. Ein Hochklettern des Wasserfalls ist schon in Planung und wird bald in Angriff genommen. Die Höhle hat mit Sicherheit noch so Einiges zu bieten. 

Gut Luft 

Gerhard

 

 

Kommentare
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cichi73   |SAdministrator |2010-06-16 10:17:26
Kurzvideo: http://www.youtube.com/watch?v=Zrx-bLh9 dh4

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 09. Juni 2010 um 10:06 Uhr  

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