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Höhlentauchen
Höhlentauchen ist ein Kapitel für sich. Es ist nicht einfach eine Kombination aus Tauchen und Höhlenforschen, sondern eine komplett eigene Disziplin. Höhlentauchen erfordert eine spezielle Ausbildung sowie ein absolutes Maximum an Sicherheit. Nur einige wenige Forscher haben sich auf diesen Bereich spezialisiert.

Tauchen November/ Dezember 2011

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Einige Höhlentouren aus den letzten 2 Wochen

 

Brandgrabenhöhle/Hirlatz

 

Da es die letzten 6 Wochen keinen Niederschlag gab, wollte ich versuchen, in die Brandgrabenhöhle zu gehen. Mit 2 Kollegen aus der Schweiz und Bernhard Kamleitner machte ich mich dann also auf in die Höhle und wir seilten uns den Gabelschacht hinunter ab. Leider kamen wir nicht weit, da ein See uns den Weiterweg versperrte. Wir stiegen aus der Höhle und gingen weiter in die Hirlatz. An diesem Tag gingen wir bis in die Halle des Staunens und übernachteten im Sprengstellenbiwak. Eine Woche später machten sich Thomas Silber und ich erneut auf den Weg hoch zur Höhle, diesmal aber in Neoprenanzügen. Wir sind über die ersten Seen geschwommen, da uns ein Siphon am Weiterweg hinderte. Erneut mussten wir umkehren ohne die gesamte Höhle zu sehen. In der Höhle fanden wir an mehreren Stellen Reste von alter Tauchleine/Draht. Später stellte sich heraus, dass diese mit Sicherheit aus dem Nordsiphon der Hirlatzhöhle kommen. Somit ist das erste Mal eine direkte Verbindung der beiden Höhlen nachgewiesen! Wir werden die nächsten Wochen nochmals zur Höhle aufsteigen, solange die Gänge noch mit Luft gefüllt sind, um diese mittels Kabel auszuleinen, um ein Tauchen bei hohem Wasserstand möglich zu machen. Eine normal übliche Führungsleine zu installieren ist in der Höhle nicht sinnvoll, denn spätestens nach dem nächsten Hochwasser ist diese zerrissen und aus der Höhle gespült. Ein Weiterforschen im Endsiphon wird dadurch auch bei ungünstigen Bedingungen möglich werden und wer weiß, vielleicht finden wir sogar den Weg bis in die Hirlatz.

 

 

Koppenbrüllerhöhle

 

Gemeinsam mit Zauner Bernhard, Brummer Peter und Lukas Kirchberger machte ich mich um 8.00 Uhr morgens auf den Weg zur Höhle. Patrick Bonetsmüller brauchte noch Fotos von seinen Scootern, die er gemeinsam mit Wilke Reints machen wollte. Gemeinsam schafften wir die gesamte Ausrüstung zum Bocksee und bereiteten uns auf den Tauchgang vor. Peter half den beiden bei den Fotos, die beiden anderen halfen mir beim Vermessen des Abfluss. Zu meiner Überraschung war trotz der wochenlangen Trockenheit noch immer eine beachtliche Schüttung. Beim Abtauchen war die jedoch nur noch sehr gering zu spüren und wir konnten zügig den Gang hinab verleinen. Nach 35 Meter erreichten wir den tiefsten Punkt in 18 Meter Tiefe. Ab diesem Punkt ist nur noch mit Sidemount ein Weiterkommen möglich und wir mussten Lukas, der mit Doppel 7 unterwegs war, zurücklassen. Bernhard und ich setzten unseren Weg weiter fort und kamen dann auch bald auf die von mir vor 2 Jahren verlegte Leine. Ich begann dann sofort mit der Vermessung der Strecke und wir tauchten nach 36 Minuten wieder auf.

Um 16.00 Uhr war dann alles wieder im Auto und wir genehmigten uns noch eine Pizza in Obertraun. An dieser Stelle möchte ich mich noch bedanken bei Patrick für das Essen und bei Wilke für die Fotos!

 

 

Jagling Ursprung

 

Clemens hatte wieder einen Tag frei und wollte unbedingt den Jagling Ursprung fertig vermessen und Bilder machen. So füllte ich die kleinen Tauchflaschen und machte mich auf den Weg nach Bad Ischl. Wir fuhren die Forststrasse hoch in Richtung Jaglingbach, zogen uns am Auto um und gingen die letzten 15 Minuten mit dem Neoprenanzug hoch zur Höhle.

Der Bachlauf war komplett trocken und wir dachten, dass der Siphon vielleicht sogar so weit abgesunken sei und wir vielleicht sogar schwimmend in die hinteren Teile kommen könnten.

Rasch waren wir am Schacht angelangt und ich seilte mich zum 5 Meter tiefer liegenden See ab. Der Wasserstand war um nur 30cm tiefer als normal und es war klar, dass wir tauchen müssen. Für Clemens war das sehr spannend, da er ja keine Tauchausbildung hat und er sich auf mich verlassen muss. Alles aber kein Problem. Wir machten uns fertig und tauchten gemeinsam ab. Der erste Siphon ist 2 Meter tief und nur 15 Meter lang, dann kommt eine 15 Meter lange Schwimmstrecke und nochmals eine 5 Meter lange 1 Meter tiefe Tauchstrecke.

Hinten angekommen haben wir sofort mit der Vermessung begonnen. Leider endeten alle Gänge bei Verstürzen und wir waren schnell fertig. Wir machten noch einige Bilder am Rückweg. Es war eine wunderschöne Tour und die Höhle ist somit für uns sbgeschlossen. Wir konnten bei der Tour ca. 220 Meter vermessen. Dadurch steigt die Gesamtlänge der Höhle auf 421m.

 

Miesenbach Ursprung

 

An diesem Tag wäre eigentlich die Brandgrabenhöhle am Programm gestanden. Wir kamen aber erst um 10 Uhr bei mir weg und ich beschloss, nicht den weiten Weg nach Hallstatt, sondern nur bis zum Miesenbach zu fahren. Thomas Silber begleitet mich an dem Tag. Er war noch nicht in der Höhle, darum dachte ich, dass es ein gutes Ausweichprogramm sei. Ich war schon öfters in der Höhle und wusste, dass der Einstig sehr eng ist und auch das mir bekannte Ende - wenn überhaupt - nur Sidemount zu betauchen ist. Die Höhle hat bei Regenwetter und Hochwasser eine sehr große Schüttung, darum wusste ich, dass die Leine, die ich bei meinem letzten Tauchgang gelegt hatte, nicht mehr da sein wird. Da ich die Höhle kannte, tauchte ich vor und Thomas mir mit der GoPro hinterher und machte Videoaufnahmen. Nach 8 Minuten erreichten wir das mir bekannte Ende und ich begann mit  der Suche nach einem möglichen Weiterweg. Einen schmalen, nur 50 cm breiten und 2 Meter hohen Meander konnte ich gut 10 Meter weit rein schwimmen, drehte aber aus Sicherheitsgründen dann um. Eine gut 40 cm hohe, 3 Meter lange Spalte im Boden war der zweite Versuch. Mit gut 45° Neigung kam ich rasch von 10 Meter Tiefe bis auf 21 Meter, ich konnte noch weiter hinab blicken bis auf ca -25 Meter, jedoch hatte ich im Hintergedanken schon den Rückweg vor Augen und drehte um. Mit 0 Sicht musste ich mich, ohne dabei in der eigenen Leine zu verfangen, umdrehen und durch die Spalte den Weg raus finden. Ein Steckenbleiben wäre in dieser Situation nicht gerade günstig. Ich habe die gesamte Strecke vermessen und wir tauchten nach 41 Minuten im 5°C kalten Wasser wieder auf.

Die vermessene Ganglänge hat somit 140 Meter bei 21 Meter Tiefe.

 

 

Rötelsee 16.-17.7.2011

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Diesmal trafen wir uns erst am Samstagnachmittag. Das Tauchteam bestand aus Günter Faul, Fehringer Stephan, Kamleitner Bernhard, Hofer Jürgen und mir (Wimmer Gerhard). Normalerweise ist Juli - August Motorbootsperre am Traunsee, nicht für uns, ich hatte eine Ausnahmegenehmigung beantragt und so können wir auch in dieser Zeit mit der Erforschung der Höhle weitermachen. Mit 3 Überfahrten schafften wir es, die enorme Menge an Tauch - Equipment  (ca. 800-1000 kg) rüber zur Talstation zu bringen. Jürgen und Bernhard machten sich mit Zugseil und Winde auf den Weg zur Bergstation und ließen uns die Gondel herab. Die erste Fuhr war bereit zum Hochziehen und ich machte mich auf den Weg nach oben, um bei der Entladung zu helfen. Insgesamt wurden es 4 Fahrten um alles nach oben zu schaffen. Eine Fahrt dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Das sonnig warme Wetter ist nicht gerade optimal für eine solch große Aktion.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 07. Oktober 2011 um 10:23 Uhr Weiterlesen...
 

Vereinsausflug nach Frankreich

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Wie geplant trafen sich Bernhard Zauner (Börni), Christian Cichon (Cichi), Thomas Silber (Tschipi) und ich am 08.09.2011 gegen 12:30 in Pupping um das Reisegepäck einzuladen und gemeinsam aufzubrechen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 07. Oktober 2011 um 10:23 Uhr Weiterlesen...
 

Rötelseehöhle 2011

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Die Letzten 2 Jahre machte ich immer wieder Forschungstauchgänge in dieser beeindruckenden Höhle. Die Höhle ist extrem großräumig und bedingt durch den Schlammboden und den vielen Silt Ablagerungen, welche in der gesamten Höhle sind, sehr schwierig zu betauchen. Beim Heraustauchen hat man zu 100% 0 Sicht, darum ist auch eine perfekte Leinenverlegung lebenswichtig. Die Höhle hat noch gutes Potenzial, aber bedingt durch die schwierigen Verhältnisse sind noch eine Menge Tauchgänge erforderlich um mehr über diese Höhle zu erfahren.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 30. Juni 2011 um 19:32 Uhr Weiterlesen...
 

Forschungstour 8.1.2011 Kogelgrabenhöhle

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Schon 2 Tage nach der letzten sehr erfolgreichen Tour stehe ich erneut vor dem Eingang der Höhle. Diesmal mit Kallinger Siegfried, Kirchberger Lukas und Klopf Thomas. Ziel der Tour war die weitere Erforschung und Vermessung der tagfernsten Höhlenteile. Das Wasser war aufgrund des Tauwetters wieder sehr hoch und wir konnten bequem bei der Engstelle einsteigen.












Ich lies den drei Jungs einen Vorsprung von gut 10 Minuten, bis ich mich versenkte und gemütlich mit meinem Bonex hinterher scooterte.





Die Sicht war anfangs recht gut nur zum ende hin wurde sie schlechter und dachte mir dass sie im 2ten Siphon noch besser sein würde. Gemeinsam schleppten wir unsere Ausrüstung in den 2ten Siphon. Ich lies ihnen wieder den vortritt und wartete noch 5 Minuten bis ich abtauchte. Zu beginn ist die Sicht meistens etwas Schlechter, da es etwas enger über einen Schotterhang runter geht.




Jedoch wurde sie danach Heute auch nicht besser, im Gegenteil. Rasch hatte ich die drei eingeholt. Zum Glück kenne ich die Höhle so gut, ansonsten hätte ich nie mit dem Scooter fahren können. 1m Sicht und weniger bremst das Tempo, normal. Durch den 3ten Siphon Schwamm ich dann um nochmals die Leinenlänge zu Kontrollieren.



Am Ende angekommen, legte ich meine gesamte Ausrüstung ab und bereitete alles für den weiteren Vorstoß vor. Wir hatten schon 2 Steigsets und 2 Helme mit Scurions beim letzten mal dort deponiert. Die Akkus für die Lampen und Bohrmaschine sowie den Disto-X nahm ich in einer Trockenröhre mit nach hinten. Zuerst begann ich mit der großen Wand in Hauptrichtung, wo wir vermuteten das oben ein Balkon sei von wo aus es weiter ging. Nachdem ich 3 Anker gesetzt hatte, konnte ich erkennen das es nicht so ist und ich für ein weiterbohren zu wenig Material mit hatte. Ich Seilte also ein Paar Meter ab und versuchte mein Glück beim Wasserfall.


Gesichert mit dem Seil von oben, setzte ich einen Anker und schaffte es so relativ einfach in den dort ansetzenden Gang zu gelangen. Einen weiteren kleiner Wasserfall mit 1,8 Meter Höhe war das nächste Hindernis. Nach diesem führte ein Wunderschöner Kreisrunder 2-3 Meter breiter und ebenso hoher Gang weiter über 2 Seen, einem kurzen Bachlauf bis hin zu einem großen Versturz, der leider unpassierbar ist. Ein abzweigender Gang, kurz nach dem kleinen Wasserfall führt uns mit 33° grad ansteigend wieder zurück in die Wasserfallhalle und wir konnten aus 20 Meter Höhe unsere Tauchausrüstung liegen sehen. 5 Meter über uns dürfte ein weiterer Gang ansetzen , der uns vielleicht hinter den Versturz bringen könnte. Es besteht also noch Hoffnung! Sigi machte währen ich die Vermessung durchführte die Fotodokumentation der Neuen Höhlenteile.
Danke Sigi!!!
Aktuelle Gesamtlänge 1346 Meter!
Zuletzt aktualisiert am Montag, 10. Januar 2011 um 12:59 Uhr
 

1. Forschungstauchgang 2011 Kogelgrabenhöhle

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Nach der letzten sehr erfolgreichen Tour vom 28.12.2010 wurde sofort die nächste geplant.

Am 2.1.2011 trafen wir erneut bei der Höhle zusammen. Diesmal waren wir 5 Taucher.

Gemeinsam mit Thomas Silber machte ich mich auf den Weg ans Ende des 2. Siphons, um gemeinsam die dort ansetzenden Trockenteile zu vermessen und zu erforschen. Die anderen waren mehr oder weniger unsere Träger, damit wir die Ausrüstung schnell ins und aus dem Wasser bekommen und tauchten zum Kennenlernen der Höhle dann zu dritt auch bis ans Ende 2ten Siphon. Thomas und ich gingen beide Sidemount, jeder mit 2 Stück 220 Bar 80cft Aluflaschen gefüllt mit normaler Pressluft. Um schneller an den Forschungsendpunkt zu gelangen verwendeten wir meine beiden „Bonex Reference“ Scooter. Die Sicht war auch diesmal wieder sehr gut und wir kamen relativ rasch bis in den tiefen Teil des 2ten Siphons.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 07. Januar 2011 um 19:56 Uhr Weiterlesen...
 


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  • Hermann Kirchmayr : Hallo, für Interessierte findet Samstag und Sonntag eine Einsatzleiterschulung der ÖHR in Admont statt - Info bei den Landes- und Einsatzstellenleiter. Es wäre auch gut, wenn am Sonntag zur Jahreshauptversammlung der ÖHR-BV doch einige HR kommen könnten - Informationsweitergabe. Viele Grüße! Hermann
  • Simone Pysarczuk : Der Speleo Projects Höhlenkalender 2011 kann ab sofort wieder bei mir bestellt werden: «email»
  • Hermann Kirchmayr : Zur Information: am 2.2.2011  sind der Obmann, der Schriftführer, der Kassier und de Schriftführer-Stv. des ÖHR-BV zurückgetreten. Weiters ist der Posten eine Rechnungsführes frei geworden. Interessenten mögen sich an die ÖHR-BV wenden.
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